Liebe Jägerinnen und Jäger,
liebe Mitglieder der Jägervereinigung Esslingen,
es steht im März eine Landtagswahl an, deren Ausgang sicher noch nicht ausgemacht ist. Sicher ist aber, dass es eine Koalition geben wird und wir dafür kämpfen müssen, dass unsere Interessen und Themen dabei nicht zu kurz kommen.
Wir, die drei Jägervereinigungen im Kreis Esslingen haben daher für den Sonntag den 01. Februar 2026 um 10.00 Uhr im Gasthof Sonnenhof in Denkendorf einen jagdpolitischen Frühschoppen organisiert. Eingeladen haben wir dazu als Diskutanten die aktuellen Abgeordneten aus dem Landkreis (CDU, Grüne, SPD und FDP) , die auch zugesagt haben.
Die Themen dieser Veranstaltung wollen wir streng an der Jagd ausrichten und nicht über Wirtschaft oder gesellschaftspolitische Fragen diskutieren, so wichtig diese aktuell auch sind. Vorgesehen sind die folgenden Themenkomplexe:
Block 1
Jäger haben als Waffenbesitzer ein besonderes Privileg in der Gesellschaft und sind sich dieser Verantwortung bewusst. Das Waffenrecht ist Bundesrecht. In einer aktuellen Umfrage des DJV wurde das Waffenrecht von allen Parteien außer der Linken als zwischenzeitlich zu kompliziert und teilweise über reguliert bezeichnet.
Die Umsetzung des Waffenrechts erfolgt aber im Lande. In Baden-Württemberg wurden 2025 einige über das Bundesrecht hinausgehende zusätzliche Verschärfungen verfügt, wie zur Aufbewahrung von Tresorschlüsseln und zum Führen von Messern. Weiterhin gibt es regelmäßig unterschiedliche Auslegungen bei verschiedenen unteren Waffenbehörden wie z. Bsp. bei der Eintragung von Langwaffen.
Welche nachweislichen Veränderungen zur Verbesserung der allgemeinen Sicherheit haben diese Änderungen bewirkt?
Wie denken Sie in Zukunft über weitere zukünftige Veränderungen in diesem Bereich ?
Block 2
Nachdem bei Waschbären und Gänsen die Bestände regional außer Kontrolle sind, wird aktuell die Jagdgesetzgebung bzgl. der Jagdzeiten auf invasive Arten überarbeitet. Sprichwörtlich ist es beim Waschbären weit nach zwölf. Entgegen dem Rat aller Praktiker war er aber erst vor wenigen Jahren mit einer Schonzeit ausgestattet worden, die nun wieder kassiert wird. Dies wiederholt sich derzeit bei Arten wie dem Goldschakal oder bei Arten, die gar nicht erst im Jagdrecht sind, wie Biber oder Saatkrähe. Auch bei Arten wie dem Auerhuhn wurden wichtige Schritte lange Zeit verschlafen.
Der aktuelle Wildtierbericht für Baden-Württemberg wurde mit zwei Jahren Verspätung und im Dissens zwischen dem Ministerium für Ernährung, ländlicher Raum und Verbraucherschutz und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft nur von ersterem veröffentlicht. Der Wildtierbericht bildet die Entwicklung der Wildtierbestände ab und soll als Grundlage für Entscheidungen für das Management der Wildarten dienen.
Wie kann gewährleistet werden, dass in Zukunft alle Wildarten, auch die nicht im Jagdrecht stehen, beurteilt und im Wildtierbericht aufgeführt werden?
Wie können Entscheidungen Ihrer Ansicht nach schneller und effektiver werden, um negative Folgen für die Natur und die Wildbestände zu verhindern?
Block 3
Jäger sind gesetzlich verpflichtet brauchbare und geeignete Jagdhunde zur Verfügung zu halten, je nach Jagdart sogar mitzuführen. Ein brauchbarer Jagdhund ist somit vergleichbar einem Diensthund zu sehen.
Ein Jagdhund bringt üblicherweise züchterisch ein hohes Anlagenpotential für diese Arbeit mit. Für eine Brauchbarkeit bedarf es jedoch einer entsprechenden Ausbildung und Prüfung, die insbesondere durch das hohe Anlagenpotential der Hunde, entsprechend aufwändig ist. Die Ausbildung und Prüfung erfolgt aus guten Gründen teilweise an lebendem Wild wie Bsp. im Schwarzwildgatter.
Durch den Tierschutz gibt es starke Bestrebungen, jegliche Arbeit an lebendem Wild zu verbieten. Weiterhin gibt es aktuell den Vorstoß, die auch nur vorübergehende Unterbringung von notwendigen Hunden während und nach der Jagd in Transportboxen zu verbieten
Wofür wollen Sie sich hier in Zukunft einsetzen, um eine gesetzeskonforme und insbesondere tierschutzgerechte Jagd weiter durchführen zu können?
Als Moderator konnten wir Dr. Aull, Rechtsanwalt aus Stuttgart und Bundesvorsitzender des Vereins Deutsch – Drahthaar e.V., gewinnen.
Auch damit die Sache nicht zeitlich aus dem Ruder läuft, bitte ich um die Zusendung von Fragen zu diesen Themen bis Mitte Januar aus den Reihen der Mitglieder. Wir werden diese dann zentral bei der Veranstaltung vorbringen.
Angesichts der Wichtigkeit der nächsten Landtagswahlen bitte ich zahlreich zu dieser Veranstaltung zu kommen und mir kurz per E-Mail-Bescheid unter kjm@jaeger-es.de zu geben, damit wir ggfls. unsere Planung entsprechend anpassen können. Präsenz zeigen ist hier wichtig!!!!
Ich wünsche ihnen und ihren Familien ein gesundes und glückliches Jahr 2026, Anblick und Waidmannsheil
Waidmannsheil
Maximilian von Gaisberg
(Kreisjägermeister)

