Liebe Jägerinnen und Jäger,
wie schon in meinem letzten Schreiben beschrieben, steht im März eine Landtagswahl an, deren Ausgang offen ist. Sicher ist aber, dass es eine Koalition geben wird und wir dafür kämpfen müssen, dass unsere Interessen und Themen der Jagd dabei nicht zu kurz kommen. Insbesondere, da zwischenzeitlich die Jagdpolitik durch die konkurrierende Gesetzgebung im Landtag bestimmt wird.
Wir, die drei Jägervereinigungen des Kreis Esslingen, haben daher für den 1.2.2026 um 10 Uhr im Gasthof Sonnenhof in Denkendorf einen jagdpolitischen Frühschoppen mit unseren Abgeordneten des Landkreises Esslingen - die auch zugesagt haben - organsiert.
Bitte nehmen Sie Teil und zeigen Sie so, dass Jagd auch gesellschaftlich ein wichtiges Thema ist.
Beispielhaft ist die beiliegende Biberverordnung. Das ist ein bürokratisches Monstrum, der aktuellen Politik im Lande und der Überregulierung geschuldet. § 5.1 zeigt, dass diese Verordnung nicht besonders durchdacht ist, und von Leuten gemacht wurde, die eher ein sehr theoretisches Wissen haben. Unter jagdrechtlichen Bestimmungen verstehen wir aus Tierschutzgründen zum Beispiel Anforderungen an Mindestgrößen von Fallen, Angaben zu mindestens zulässigen Kalibern und Energie, Verpflichtung zur Nachsuche usw. das alles ist in der vorliegenden Biberverordnung unklar geregelt.
Wenn der Biber im Jagdrecht wäre, was nach der Landtagswahl hoffentlich erfolgt, ließe sich das alles sehr viel einfacher und pragmatischer regeln.
Wir konnten in den Anhörungen immerhin erreichen, dass nun die Jagdausübungsberechtigten vor und nach Maßnahmen in Ihren Revieren konsultiert werden müssen und ein Aneignungsrecht auf die erlegten Biber erhalten. Ursprünglich sollten die entsorgt werden und es war nicht geplant die Jagdausübungsberechtigten einzubeziehen.
mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
Maximilian Freiherr von Gaisberg-Schöckingen
KJM JV-Esslingen e.V.


