Gemeinsam für das Rebhuhn! Weiterer Ausbau des Projekts an der Scherlachhecke
An der Scherlachhecke in Filderstadt zeigt sich einmal mehr was möglich ist, wenn Engagement, Fachwissen und ein gemeinsames Ziel zusammenkommen. Beim heutigen Treffen der Beteiligten wurde deutlich: Das Projekt Allianz für Niederwild in der Hegegemeinschaft Mittlere und Westliche Filder / Nürtingen lebt nicht nur von Konzepten, sondern von konsequentem Handeln vor Ort.
Konkret geht es den sensiblen und zugleich zentralen Lebensraum für das Rebhuhn, die Scherlachhecke. In diesem Bereich soll eine weitere Falle zur Prädatorenbejagung aufgestellt werden. Ziel ist es, den Druck von Fuchs und anderen Prädatoren zusätzlich zu reduzieren und damit Brut und Aufzucht der Rebhühner besser zu schützen.
Parallel dazu wird die landwirtschaftliche Pflege des Gebietes wieder aufgenommen. Herr Wagner ist ein wunderbares Bindeglied zwischen allen Beteiligten der Allianz für Niederwild und übernimmt viele Nachfragen und Recherchen.
Die Jagdpächter Matthias Hertler und Achim Tichi bauen ihre bisherigen Anstrengungen in der Prädatorenbejagung konsequent weiter aus. Ergänzend dazu wurde ein weiterführendes Fütterungskonzept beschlossen. Dieses soll insbesondere in den Wintermonaten sowie während der Aufzuchtphase unterstützend wirken. Verantwortlichkeiten und Abläufe wurden dabei klar festgelegt.
Ein besonderer Dank gilt auch den Jagdpächtern aus Echterdingen vertreten durch Christian Auch-Schwarz. Durch die enge Zusammenarbeit über Reviergrenzen hinweg konnte in den vergangenen Jahren bereits viel erreicht werden. Dieses Miteinander zeigt eindrucksvoll, wie wichtig abgestimmtes Handeln für den Erfolg solcher Projekte ist.
Die Pächter leisten hier Vorbildliches. Mit großem persönlichem Einsatz, viel Zeit und erheblichem eigenen Engagement tragen sie nicht nur zur Prädatorenregulierung bei, sondern auch zum Beispiel für Blühflächen. Unterstützt werden sie dabei von der Hegegemeinschaft, welche durch die Arbeit von Herrn Eberhard Mayer von den Biotopen von Filderstadt profitiert. Sein Wissen und Engagement sind seit Jahren verlässliche Säulen der Hegegemeinschaft. Die Einsatzbereitschaft beim Kontrollieren und beim Auslösen der Fallen ist oft kurzfristig und in der eigenen Freizeit für die Pächter.
Das Zusammenkommen aller Beteiligten war geprägt von Offenheit, Austausch und gemeinsamer Motivation. Erfahrungen wurden geteilt, Informationen weitergegeben und neue Ideen diskutiert, um das Projekt weiter zu verbessern und nachhaltig auszubauen.
Wolfgang Hinderer formulierte treffend: Wenn alle an einem Strang ziehen, wird es ein Erfolg.
Genau dieses Gefühl war spürbar. Alle verfolgen das gleiche Ziel, bringen die Motivation und wertvolle Erfahrung in dem Projekt ein.
Das Rebhuhn profitiert davon ganz konkret. Die Scherlachhecke zeigt einmal mehr, dass gelebter Naturschutz dort am wirksamsten ist, wo Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam handeln.

