Änderung des Waffenrechts

Nachdem die vom Bundestag verabschiedete Änderung des Waffengesetzes am 20.12.2019 auch die Zustimmung des Bundesrates fand, wird die Änderung voraussichtlich im Januar in Kraft treten.

Erstellt am 21.12.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,  

nachdem die vom Bundestag verabschiedete Änderung des Waffengesetzes am 20.12.2019 auch die Zustimmung des Bundesrates fand, wird die Änderung voraussichtlich im Januar in Kraft treten.

Zur Erinnerung: Ausgangspunkt für die Notwendigkeit einer Gesetzesanpassung war die Umsetzung der Europäischen Feuerwaffenrichtlinie in deutsches Recht. Was das Bundesinnenministerium daraus gemacht hat, schießt weit über die von der EU vorgegebenen Ziele hinaus. Der DJV und andere Verbände haben sich zwar vehement für praktikable Regelungen eingesetzt,  aber konnten nicht alles verhindern, was nun gesetzlich geregelt ist.

Mit dem Argument „Terrorbekämpfung bzw. –prävention“ wurde eine Änderung herbeigeführt, die mehr Bürokratie, aber vermutlich nicht mehr Sicherzeit erzeugt.

Die für Jäger wichtigen Änderungen finden Sie in einem Papier des DJV, das über folgenden Link zugänglich ist:

https://www.jagdverband.de/content/umstrittene-waffengesetz%C3%A4nderung-tritt-kraft

(Papier: Download unten auf der Seite!)

Für Baden-Württemberg ist besonders zu beachten:

Das Waffengesetz (Bundesrecht) erlaubt nun Jägern grundsätzlich die Nutzung von Nachtsichttechnik auch in Verbindung mit der Waffe.

Aber: Die jagdrechtlichen Beschränkungen des § 31 Abs. 1 Nr. 10 a) Jagd-und Wildtiermanagementgesetz gelten grundsätzlich weiter bei uns. Ausgenommen ist der Einsatz von Nachtzielvorsatzgeräten bei Jägern, bei denen die untere Jagdbehörde den Einsatz zur ASP-Prävention genehmigt hat.

 Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

Dr. Erhard Jauch
Hauptgeschäftsführer

Bereichsleitung Öffentlichkeitsarbeit/Marketing

Erstellt am 21.12.2019
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