Verstärkung der Schwarzwildbejagung

Erstellt am 06.11.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich seit 2014 in den baltischen Staaten und Polen kontinuierlich aus. Es ist davon auszugehen, dass diese Tierseuche in den weiter östlich liegenden Ländern schon bereits seit längerer Zeit verbreitet ist.

Mit dem Nachweis der ASP bei Wildschweinen in der Tschechischen Republik im Juni dieses Jahres ist das Risiko eines Eintrags dieser Tierseuche nach Baden- Württemberg deutlich gestiegen. Dieser ASP-Ausbruch zeigt, dass diese Krankheit vor allem durch menschliches Fehlverhalten über größere Distanzen verschleppt wird, beispielsweise durch eine unsachgemäße Entsorgung von Speiseresten, die von infizierten Schweinen stammen. Durch Wanderung infizierter Wildschweine wird ASP dagegen nur verhältnismäßig langsam verbreitet. Ebenso wird das Risiko eines Seucheneintrags durch legalen Handel mit Hausschweinen oder von Schweinen stammenden Lebensmitteln als gering eingeschätzt.

Die Vorbereitung auf ein Seuchengeschehen in der Wildschweinpopulation in Baden- Württemberg ist von außerordentlicher Wichtigkeit. Voraussetzungen für eine wirksame Bekämpfung sind die frühzeitige Erkennung eines Seucheneintrags bei Wildschweinen und eine risikominimierende Reduzierung der Bestände, um eine Absenkung des Infektionsrisikos sowie eine Erregerverbreitung durch Tierkontakte zu erreichen. Dazu werden derzeit im Rahmen des landesweiten Runden Tischs Schwarzwild Strategien für eine effektive Schwarzwildregulation im Vorfeld eines möglichen Seuchengeschehens und für eine Tilgung der Seuche im Falle eines Ausbruchs ausgearbeitet.

..... mehr im beigefügten PDF

 

 

Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg Referat Fachbereich Cluster Forst und Holz, Jagd, Forschung, Informationstechnik Kernerplatz 10 70182 Stuttgart

Erstellt am 06.11.2017
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